Werthenstein: Brass Band Werthenstein-Schachen
Ein vielstimmiges Musikerlebnis
Die Brass Band Werthenstein-Schachen lud vergangene Woche zu ihrem Jahreskonzert ein. Unter der musikalischen Leitung von Kobi Banz präsentierten die Musikantinnen und Musikanten ein vielseitiges Programm.

Kari «Fade» Fankhauser (rechts) nimmt die Gratulation zum 60-jährigen Vereinsjubiläum entgegen. Links Kurt Zurkirchen neben Philipp Amrein.
Im ersten Konzertteil dominierten die beiden Musikstücke, welche die Brass Band am 17. Mai beim eidgenössischen Musikfest in Biel spielen wird. Im Aufgabenstück «Cirque au Lac» werden verschiedene Stimmungen des Austragungsortes heraufbeschworen. Die anspruchsvolle Komposition des gebürtigen Entlebuchers Manuel Renggli forderte die Musizierenden mit ihrer facettenreichen Mehrteiligkeit auf unterschiedlichste Arten heraus. Gleich im Anschluss bekam das Publikum «Broken Sword» von Kevon Houben zu hören, das die Brass Band in Biel als Selbstwahlstück präsentieren wird. Das Stück erzählt auf musikalische Weise die englische Legende eines zerbrochenen Schwertes, wobei die Stimmungen von mystisch-atmosphärisch bis hin zu rhythmisch-prägnant wechseln.
Internationaler Veteran
Das Jahreskonzert ist immer auch eine Gelegenheit, um einzelnen Vereinsmitgliedern für besondere Verdienste zu danken. Dieses Jahr konnte die Präsidentin Corinne Müller mit Dario Bürkli ein Neumitglied in den Reihen der Brass Band begrüssen. Weiter gratulierte sie gleich sieben Vereinsmitgliedern für ihre runden und halbrunden Vereinsjubiläen, angeführt von Kari «Fade» Fankhauser, der mit 60 Mitgliedsjahren zum Veteranen des Internationalen Blasmusikverbandes CISM erkoren wird. Am Konzertabend wurde Fade schon mal mit einem Schuss aus der Konfettikanone gefeiert. Philipp «Flipper» Amrein erhält für sein 50-Jahr-Jubiläum die Auszeichnung als kantonaler Ehrenveteran. Und Kurt «Zuki» Zurkirchen darf auf 40 Aktivjahre in der Brass Band zurückblicken. Weiter gratulierte die Präsidentin Manuel Holdener, Gustav Ambühl und Beat Matter für je 15 und Jörg Lötscher für zehn Vereinsjahre.
Populäre Musik nach der Pause
Nach dem sowohl für die Musizierenden als auch für das Publikum eher anspruchsvollen ersten Konzertteil ging es nach der Pause in der Schachner Rümlighalle mit populärerer Musik weiter. Passend zu den verschiedenen Stücken präsentierte sich der Ansager Pirmin Meyer als Tina Turner zum Stück «Proud Mary» oder Feuerwehrmann («Backdraft» von Hans Zimmer). Michael Jacksons «Heal the World» liess einige Zuhörerinnen und Zuhörer mitsummen, bevor bei «Geit de scho» von den Genderbüebu die Frauen und Männer auf der Bühne zeigten, dass sie auch ohne Musikinstrumente Stimmung machen können. Ob dieser «Klangwechsel» bewusst auf die für 2028 geplante Neuinstrumentierung hinweisen sollte, bleibe dahingestellt. Das Publikum jedenfalls konnte mit dem gebotenen Musikerlebnis zufrieden sein, was es denn auch mit der lautstarken Forderung nach Zugaben kundtat. Anschliessend konnten es sich Musikantinnen, Musikanten, Zuhörerinnen und Zuhörer am Samstagabend in der Festwirtschaft und dann auch noch im Barzelt gut gehen und den Abend ausklingen lassen.

Pirmin Meyer führt mit passendem Outfit durchs Programm.
[Quelle] Egli-Husmann, René. Ein vielstimmiges Musikerlebnis. Anzeiger vom Rottal, 23.04.2026, S. 9.